In diesem Artikel geht es um die ersten Schritte beim Livestreaming. Wir zeigen, was man alles benötigt, und was alles an Tools in den „Livestream Werkzeugkasten“ gehört.

Starten wir mit der Hardware die man für das Livestreamen benötigt, genauer gesagt mit dem Computer und der Kamera.

Computer und Kamera

Ein durchschnittlicher Desktop-Computer oder Laptop sollte für den Start ausreichen. Gut wären 4 bis 8 GB Arbeitsspeicher, außerdem genügend Festplattenspeicher, um die Videodateien zu sichern.

Zur Kamera: Hier kommt es ein wenig auf das Setting an. Viele Laptops verfügen über integrierte Kameras, die man natürlich verwenden kann. Alternativ dazu gibt es externe Webcams, die in der Regel eine etwas bessere Qualität liefern. Eine weitere Alternative, die meistens vorhanden ist, ist die Smartphone-Kamera. Auch diese lässt sich natürlich nutzen.

Beleuchtung

Um das Bild etwas zu optimieren ist eine gute Beleuchtung wichtig. Je nach Situation im Raum und den dort vorhandenen Leuchtmitteln kann dies manchmal bereits genügen, ansonsten gibt es für überschaubare Beträge LED-Panels oder LED-Lampen. Wichtig ist, dass diese dimmbar sind. Manche verfügen auch über die Möglichkeit, nicht nur die Helligkeit, sondern auch das Farbspektrum einzustellen, so kann man diese optimal justieren und bekommt ein gutes Ergebnis.

Ton

Neben dem Licht spielt der Ton eine entscheidende Rolle. Hier verfügen Computer ebenfalls über integrierte Mikrofone, für den Start kann das ausreichen. Allerdings ist die Audioqualität oft nicht die beste. Wenn man etwas Budget hat, findet man auf dem Markt externe Mikrofone, mit denen sich die Qualität des Tons deutlich verbessern lässt. Dies kann bei beispielsweise ein dynamisches Standmikrofon sein. Dieses nimmt den Ton, wenn man direkt in das Mikrofon spricht, optimal auf.

Software

Damit ein Bildsignal entstehen und ausgespielt werden kann benötigt man eine entsprechende Software. Insbesondere, wenn das Bild aus mehreren Inhalten bestehen soll, etwa dem Video eines Sprechers und einer Präsentation, benötigt man hier eine Software, die dieses Bildsignal erstellt. (Mehr zum Thema haben wir hier zusammengefasst)

Livestreaming WerkzeugkastenStreaming-Plattformen

Viele Social-Media-Kanäle, angefangen bei Twitter und Facebook, über YouTube, Twitch und mittlerweile auch Linkedin und TikTok, bieten die Möglichkeit, Livestreams zu integrieren. Dafür muss man das Videosignal mit den richtigen Spezifikationen dort hinschicken. Bei Instagram ist dies nur über die App und damit die Smartphone-Kamera möglich, bei den anderen Socials kann das Signal auch über eine Livestreaming-Software, wie beispielsweise Contentflow, geschickt werden. Das hat zudem den Vorteil, das man auch mehrere Socials mit dem Livestream versorgen kann, und man nur einmal die Bandbreite für den Upload braucht.

Dazu ein Beispiel: Wenn Sie zu Facebook und YouTube mit jeweils 2 MBit/Sekunde streamen, würde das insgesamt 4 MBit/Sekunde im Upload ergeben. Dazu sollte man einen Puffer einplanen. Daraus ergibt sich dann die erforderliche Datenmenge für den Upload. Erfolgt die Verteilung über eine Software, braucht man nur ein Ausgangssignal und entsprechend weniger Bandbreite. In diesem Beispiel wären es dann 2 Mbit/Sekunde, auch wenn zu YouTube, Facebook und weiteren Kanälen gestreamt wird.

Ein weiterer Vorteil einer solchen Livestreaming-Software ist, dass diese auch einen eigenen Player mitliefert. Dieser lässt sich in jede Website einbinden.

Livestream-Werkzeugkasten: das Fazit

Meist reichen schon die vorhandenen Bordmittel aus Hard- und Software aus, um den Livestream-Werkzeugkasten zu füllen. Davon ausgehend, und je nachdem was gestreamt werden soll, kann dieser Werkzeugkasten dann mit weiteren Komponenten erweitert werden.