Immer mehr Veranstaltungen werden direkt bei Linkedin gestreamt. Nachdem Facebook, YouTube und Twitter diese Funktion schon recht lange angeboten haben, hat das Businessnetzwerk seit einiger Zeit nachgezogen. Da es für Veranstaltungen jeglicher Art ein interessantes Umfeld ist stellen sich viele die Frage, wie genau man einen Livestream bei Linkedin integriert. Wir erklären es in dieser Anleitung. 

Bewerbung erforderlich

Leider kann man bei Linkedin nicht gleich mit dem Livestreamen loslegen. Hier ist eine Bewerbung erforderlich, Linkedin möchte so die Qualität sicherstellen. Für die Zulassung nennt Linkedin verschiedene Kriterien. Dazu gehört, welche bisherigen Videos man erstellt hat, wie groß die Zielgruppe ist und wie sie bislang Interagiert hat, dass keine Verstöße des Kontos dokumentiert sind und das die  Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) in den Kontoeinstellungen aktiviert ist.

“Diese Kriterien sollen sicherstellen, dass der Zugriff nur bestehenden Urhebern von Inhalten gewährt wird, die bereits eine bedeutende LinkedIn Zielgruppe erreichen und schon einige hochwertige, professionelle Videoinhalte vorweisen können”, so Linkedin auf der Seite, auf der man sich registrieren kann.

Aus unserer Erfahrung ist die Zulassung kein Problem, sofern schon eine gewisse Reichweite und gute Inhalte existieren. Allerdings sollte man für den Prozess etwas Zeit einplanen, es kann bis zu zwei Wochen dauern bis Linkedin die Bewerbung bearbeitet hat.

Screenshot: Ein Event über eine Unternehmensseite erstellen.

Livestream bei Linkedin: Wie kommt das Signal an?

Nach der erfolgreichen Bewerbung erhält man eine Mail. Bei Linkedin kann man aktuell auf zwei Arten live gehen: entweder über ein Mitgliedsprofil oder über eine Unternehmensseite. Der Vorteil der Livestreams ist, dass die Nutzer via Pushmitteilung darüber informiert werden.

Bei Unternehmensseiten können Seitenadministratoren, die zu Beginn des Bewerbungs-Prozesses angegeben wurden, den Stream administrieren, bei persönlichen Seiten kann dies nur der Nutzer selbst.

Erstellt man ein Event über eine Unternehmensseite, bekommt man dort die Möglichkeit, direkt einen Livestream anzulegen.

Das Signal schickt mit via RTMP zu Linkedin.

Folgende Anforderungen hat an Linkedin an das Videosignal:

  • Format: 16:9
  • Auflösung: 1080p (maximum)
  • Frame Rate: 30 fps (maximum)
  • Key Frame: every 2 seconds (60 frames)
  • Bitrate (video): 6mbps (maximum)
  • Bitrate (audio): 128kbps and 48khz sample rate
  • Encoding: H264 video, AAC audio
  • Protokol: RTMP or RTMPS (secure RTMPS is preferred)

Ein Livestream darf bei Linkedin maximal vier Stunden dauern. Linkedin listet eine Liste an Tools, die man nutzen kann, um das signal vom einem Hard- oder Software-Encoder an Linkedin zu schicken.

Warum bei Linkedin Live gehen?

Zum einen bietet Linkedin für viele Themen ein sehr passendes Publikum an. Alleine dafür kann es sich lohnen, auch bei Linkedin live zu gehen. Aktuell werden die Livestreams dort sehr gut ausgespielt.  Thomas Hutter schreibt in seinem Blog, “Außerdem weisen Live-Videos auf LinkedIn sieben Mal mehr Reaktionen und 24 Mal mehr Kommentare auf als native Videos des gleichen Anbieters.”

Die Streams lassen sich in die Veranstaltungen integrieren, nach dem Stream bekommt man nicht nur Statistiken mit Verweildauern und Zuschauerzahlen, sondern auch, aus welchen Branchen, Unternehmen und Positionen die Zuschauer kamen.

Übrigens: Mit Contentflow können Sie einen Livestream parallel auf verschiedene Social-Media-Kanäle schicken. Wenn Sie bei Linkedin live gehen wollen, sprechen Sie mit uns, eine Demo unserer Software gibt es hier.

Gregor Landwehr

Gregor Landwehr

ist Co-Founder & COO von Contentflow.

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