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Twitter hat in einem Blogbeitrag bekannt gegeben, dass Periscope Ende März 2021 eingestellt wird. Was bedeutet das für die Nutzer – und wie kann man in Zukunft einen Livestream zu Twitter schicken?

Wollte man einen Livestream bei Twitter einbinden, lief das bislang über den Service von Periscope. Ursprünglich mal als eigener Dienst gestartet, wurde Periscope 2015 von Twitter übernommen und ein Jahr später hier integriert. Wer Periscope regelmäßig dafür nutzte merkte, dass hier quasi nichts weiterentwickelt wurde. Twitter selbst spricht im jetzt veröffentlichten Blogpost vom einem „unhaltbaren Wartungsmodus, und das schon seit einer Weile“. In den letzten Jahren habe man eine sinkende Nutzung gesehen und befürchtet, dass die Kosten für den Support der App mit der Zeit immer weiter steigen.

Wie geht es mit Livestreaming bei Twitter weiter?

Twitter Livestreaming

Die Live-Funktion innerhalb der Twitter-App.

Daher wird Twitter Ende März 2021 die Livestreaming-App Periscope einstellen. Man kann schon jetzt keine neuen Konten mehr anlegen, die Inhalte, also die eigenen Videos und Daten, können sich Nutzer herunterladen. Von Twitter gibt es ein klares Bekenntnis zum Thema Livestreaming: „Wir glauben immer noch an die Kraft von Live-Videos, um wichtige Probleme zu lösen, weshalb wir die meisten der Kernfunktionen von Periscope in Twitter integriert haben.“

Laut Twitter wurden mittlerweile „die meisten Kernfunktionen“ in „Twitter Live“ integriert. Dies soll jetzt weiter ausgebaut werden. Dadurch sollte es in Zukunft möglich sein, Livestreams direkt über Twitter, und nicht mehr den Umweg Periscope, zu starten. Bei dem neuen Livestream-Workflow hat man sich scheinbar an Diensten wir TikTok orientiert. Twitter hat dies hier beschrieben. Wenn man einen Livestream starten möchte, geht dies nur über die Twitter-App. Dort erstellt man einen neuen Tweet, geht auf das Foto-Icon, dann öffnet sich ein neuer Screen in dem man unten ganz nach rechts auf „Live“ geht. Nach in paar Sekunden erscheint darüber der Punkt „Gehe Live“. Außerdem hat man hier die Option, Gäste einzuladen. Wenn man oben auf das Mikrofon-Icon geht, kann man einen reinen Audio-Livestream starten. Bislang kann man so nur das Smartphone als Videoquelle nutzen, andere Videosignale können nicht zu Twitter geschickt werden.

Twitter und Squad

Das Twitter an dem Thema Livestreaming weiterhin Interesse hat, passt auch zur neusten Akquisition des Unternehmens. Squad, ein Dienst, der sich auf Audio- und Video-Chat spezialisiert hat, wird von Twitter übernommen und soll wohl Videochats zu Twitter bringen.

Gregor Landwehr

Gregor Landwehr

ist Co-Founder & COO von Contentflow.